Chorvereinigung Bobenheim-Roxheim e.V.

Hygienekonzept für die professionelle Musik, die musikalische

Breiten- und Laienkultur und den Musikunterricht außerhalb der allgemeinbildenden Schule in Rheinland-Pfalz (kurz:

Hygienekonzept Musik) Grundlage 19. CoBeLVO         Stand: 28.04.2021

 

1. Allgemeine Hinweise zum Proben- und Unterrichtsbetrieb

1.1. Personenbezogene Einzelmaßnahmen

a. Personen mit erkennbaren Symptomen einer Atemwegsinfektion sind von Proben und

Aufführungen auszuschließen.

b. Alle Personen müssen sich beim Betreten der Räume bzw. der Probenfläche die Hände

desinfizieren oder waschen. Geeignete Waschgelegenheiten bzw. Desinfektionsspender sind

bereitzustellen.

c. Auf die geltenden Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln (inkl. der allgemeinen Regeln des

Infektionsschutzes wie „Niesetikette“, Einordnung von Erkältungssymptomen etc.) ist durch

geeignete Hinweisschilder aufmerksam zu machen.

 

1.2. Einrichtungsbezogene Maßnahmen

a. Es ist möglichst durchgehend für ausreichende Belüftung der genutzten Räume zu sorgen. Ist

eine natürliche Belüftung durch die Öffnung von Fenstern o.ä. nicht möglich, gelten die

Bestimmungen der Handlungshilfe zum SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard für den Bereich

Proben- und Vorstellungsbetrieb der VBG.

b. In allen Räumen müssen ausreichend Desinfektionsmittel bereitgestellt werden.

c. Innerhalb des Gebäudes ist durch ein Wegekonzept sicherzustellen, dass die in der jeweils

gültigen CoBeLVO festgelegten Abstandsregeln eingehalten werden können.

d. In den Räumlichkeiten ist bis zur Einnahme des Sitzplatzes/Stehplatzes ein Mund-

Nasenschutz zu tragen.

e. Die Nutzung von Sanitärräumen und Umkleiden ist unter Beachtung der gebotenen

Schutzmaßnahmen zulässig. In Sanitärräumen und Toiletten sind ausreichend

Händedesinfektionsmittel, Flüssigseife und Einmalhandtücher bereitzustellen.

f. Werden die Räume von verschiedenen Gruppen oder Musikschülerinnen und Musikschülern

nacheinander genutzt bzw. nach jeder Nutzung, ist eine Desinfektion von benutzten Stühlen

sowie Ablagen und sonstigen genutzten Oberflächen sowie eine Durchlüftung

durchzuführen. Es ist sicherzustellen, dass die Raumluft zwischen den Wechseln ausreichend

ausgetauscht wurde.

 

1.3. Organisation von Proben und Aufführungen

a. Die Kontaktnachverfolgbarkeit der anwesenden Personen ist sicherzustellen. Kontaktdaten

(Name, Vorname, Anschrift, Telefonnummer), die eine Erreichbarkeit der Person

sicherstellen, sowie Datum und Zeit der Anwesenheit der Person sind von der Einrichtung

unter Einhaltung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen zu erheben und für eine Frist

von einem Monat aufzubewahren; nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist sind die Daten

unverzüglich zu löschen.

b. Jedem Teilnehmenden wird ein fester Platz zugewiesen. Dieser Platz soll während der Probe

bzw. Aufführung nicht gewechselt werden.

c. Ist keine durchgängige Durchlüftung des Probe- bzw. Aufführungsraums möglich, ist

spätestens alle 30 Minuten eine Durchlüftung durchzuführen, die sicherstellt, dass die

Raumluft ausgetauscht wurde.

d. Gemeinsam genutzte Gegenstände müssen vor der Übergabe an eine weitere Person

desinfiziert werden.

e. Noten sollten vor der Probe bzw. Aufführung auf die entsprechenden Stühle oder in

eventuell vorhandene persönliche Ablagefächer gelegt werden.

f. Gespräche vor und nach der Probe bzw. Aufführung sollten möglichst im Freien oder bei

offenen Fenstern und Türen stattfinden.

g. Die Maskenpflicht nach § 1 Abs. 3 der 19. CoBeLVO gilt während der Proben und Online-

Aufführungen nicht für Singende sowie Musizierende, deren Instrument das Tragen eines

Mund-Naseschutzes beim Spiel unmöglich macht.

 

1.4. Generelle Hinweise

a. Für die Einhaltung der Regelungen ist eine beauftragte/verantwortliche Person vor Ort zu

benennen.

b. Personen, die nicht zur Einhaltung dieser Regeln bereit sind, ist im Rahmen des Hausrechts

der Zutritt oder Aufenthalt zu verwehren.

c. Im Übrigen kann die zuständige Behörde in begründeten Einzelfällen auf Antrag Ausnahmen

zulassen oder andere Hygieneanforderungen erlassen, sofern eine Vorgabe nach der 19.

CoBeLVO nicht zwingend ist, das Schutzniveau vergleichbar erscheint und der Zweck der 19.

CoBeLVO eingehalten wird.

 

2. Genrespezifische Hinweise zu Proben sowie zu Aufführungen ohne Publikum zur Aufzeichnung  oder Übertragung von professionellen Kulturangeboten

 

2.1. Chöre/Gesang

a. Der Proben- und Aufführungsbetrieb soll nach Möglichkeit im Freien stattfinden.

b. Bei Proben und Aufführungen im Freien beträgt der Abstand zwischen den Singenden 1,5

Meter seitlich und 2 Meter in Singrichtung. Der Abstand zur musikalischen Leitung beträgt

mindestens 3 Meter. Die Abstände werden gemessen von Stuhlmitte zu Stuhlmitte.

c. Bei Proben und Aufführungen im Innenraum beträgt der Abstand zwischen den Singenden

und in Singrichtung sowie zur musikalischen Leitung mindestens 3 Meter. Die Abstände

werden gemessen von Stuhlmitte zu Stuhlmitte.

d. Für Singende wird eine versetzte Sitz-/Stehordnung empfohlen.

e. Atemübungen jeglicher Art sind nicht zulässig.

 

2.2. Blasorchester und weitere Ensembles mit Blasinstrumenten

a. Der Proben- und Aufführungsbetrieb soll nach Möglichkeit im Freien stattfinden.

b. Der Abstand zwischen den Musizierenden beträgt 2 Meter und zur musikalischen Leitung

mindestens 3 Meter. Im Freien genügt ein Abstand von 1,5 Meter zwischen den

Musizierenden und zur musikalischen Leitung von mindestens 3 Metern. Die Abstände

werden gemessen von Stuhlmitte zu Stuhlmitte.

c. Bei Querflöten gelangt, anders als bei anderen Blasinstrumenten, beim Anblasen am

Mundstück Luft direkt aus der Mundöffnung des Musizierenden in die Umgebung und es

können Tröpfchen abgegeben werden. Bei dieser Instrumentengruppe und um diese

Instrumentengruppe herum ist deshalb ein Mindestabstand von 2 Metern, gemessen von

Stuhlkante zu Stuhlkante einzuhalten. Dies gilt auch im Freien.

d. Der Mindestabstand nach § 1 Absatz 2 Satz 1 der 19. CoBeLVO zwischen Musizierenden, bei

denen kein verstärkter Aerosolausstoß zu vermuten ist (Schlagzeuger, Perkussionisten), kann

unterschritten werden.

e. Das Kondenswasser darf nicht auf den Boden geschüttet werden oder auf den Boden

tropfen. Es muss in entsprechend saugfähigen Tüchern oder Unterlagen aufgefangen

werden, die danach persönlich zu entsorgen sind. Anschließend sind die Hände zu waschen

oder zu desinfizieren.

Zu beachten ist außerdem:

keine Mundstückübungen bei Blech-und Holzblasinstrumenten

keine Lippenübungen, Buzzing etc. bei Blechbläsern

keine Atemübungen

alle Musizierenden reinigen ausschließlich das eigene Instrument

 

2.3. Ensembles ohne verstärkten Aerosolausstoß

a. Der Mindestabstand nach § 1 Abs. 2 Satz 1 der 19. CoBeLVO zwischen Musizierenden kann

unterschritten werden.

b. Der Abstand zur musikalischen Leitung beträgt mindestens 1,5 Meter.

 

2.4. Ensembles mit gemischter Besetzung von Instrumenten mit und ohne verstärkten Aerosolausstoß (Sinfonieorchester etc.)

a. Bei musikalischen Tätigkeiten ohne verstärkten Aerosolausstoß (bspw. Streicher) sind die

Abstandsregeln gemäß Punkt „2.3 Ensembles ohne verstärkten Aerosolausstoß“ einzuhalten.

b. Bei musikalischen Tätigkeiten mit verstärkten Aerosolausstoß (bspw. Bläser) sind die

Abstandsregeln gemäß Punkt „2.2 Blasorchester“ einzuhalten.

c. Zwischen Musizierenden nach Punkt a und Musizierenden nach Punkt b sind die

Abstandsregeln gemäß Punkt „2.2 Blasorchester“ einzuhalten.

 

2.5. Einbindung eines Chores

Wird ein Chor in die Probe bzw. Aufführung eines Ensembles gemäß 2.2 - 2.4 eingesetzt, sind

die Regelungen gemäß „2.1 Chöre/Gesang“ entsprechend umzusetzen.

 

2.6. Einbindung von Solisten mit verstärktem Aerosolausstoß (Sänger, Bläser)

Wird in einem Ensemble ein Solist oder mehrere Solisten eingebunden, die einer

musikalischen Tätigkeit nachgehen, die einen verstärkten Aerosolausstoß mit sich bringt

(Gesang, Bläser...), sind die entsprechenden Regelungen gemäß „2.1 Chöre/Gesang“ bzw.

„2.2 Blasorchester“ einzuhalten.

 

3. Genrespezifische Hinweise Probenbetrieb Breiten- und Laienkultur

a. Probenbetrieb bei einer Sieben-Tage-Inzidenz zwischen den Schwellenwerten 50 und

100:

Der Probenbetrieb ist unter Beachtung der Kontaktbeschränkung erlaubt (§ 15 Abs. 2

Satz 1 der 19. CoBeLVO), also höchstens zwei Haushalte mit maximal fünf Personen,

wobei Kinder beider Hausstände bis einschließlich 14 Jahre bei der Ermittlung der

Personenanzahl außer Betracht bleiben. Als ein Hausstand gelten dabei auch (Ehe-)

Paare.

In geschlossenen Räumen gilt die Testpflicht nach § 1 Abs. 9 der 19. CoBeLVO.

Proben von Gruppen im Freien ist nur für bis zu 20 Kinder bis einschließlich 14 Jahren

und einer erwachsenen Person erlaubt, es gilt die Pflicht zur Kontakterfassung (§ 15 Abs.

2 Satz 3 der 19. CoBeLVO).

Zuschauerinnen und Zuschauer sind nicht gestattet, ausgenommen sind Verwandte

ersten und zweiten Grades bei der musikalischen Betätigung Minderjähriger (§ 15 Abs. 2

Satz 4 der 19. CoBeLVO).

b. Probenbetrieb bei einer Sieben-Tage-Inzidenz, die an drei aufeinander folgenden Tagen

in Landkreisen oder kreisfreien Städten den Schwellenwert von 100 übersteigt, gilt am

übernächsten Tag:

Der Probenbetrieb im Freien nach § 15 Abs. 2, Satz 2 der 19. CoBeLVO ist die

Gruppengröße auf höchstens fünf Kinder und einer Person über 14 Jahren beschränkt.

Ansonsten gelten die Regelungen wie bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100.

c. Probenbetrieb bei einer Sieben-Tage-Inzidenz, die an fünf aufeinander folgenden Tagen

in Landkreisen oder kreisfreien Städten den Schwellenwert von 50 unterschreitet, gilt am

übernächsten Tag:

Der Probenbetrieb im Freien ist in kleinen Gruppen bis zu 10 Personen und einer

leitenden Person zulässig (§15 Abs. 3 der 19. CoBeLVO).

Ansonsten gelten die Regelungen wie bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100.

d. Der Auftrittsbetrieb der Breiten- und Laienkultur ist untersagt.

e. Die Abstandsgebote beim Unterricht nach a) und b) sind in Anlehnung an Punkt 2 dieses

Hygienekonzeptes anzuwenden. Diese Abstände dürfen nicht unterschritten werden.

4. Genrespezifische Hinweise für den außerschulischen Musikunterricht

a. Musikunterricht in Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer Sieben-Tage-Inzidenz unter

100:

Musikunterricht ist als Einzelunterricht oder bei gleichzeitiger Anwesenheit von einer Person

pro angefangenen 20 qm Fläche des Unterrichtsraums in Präsenzform im Innenraum zulässig

(§14 Abs. 6 Satz 1 der 19. CoBeLVO).

Dies gilt auch für Musikunterricht mit erhöhtem Aerosolausstoß (Blasinstrumente, Gesang),

allerdings besteht hier in geschlossenen Räumen die Testpflicht nach § 1 Abs. 9 der 19.

CoBeLVO.

Im Freien ist Gruppenunterricht von Gruppen von bis zu 20 Kindern (bis einschließlich 14

Jahre und einer Lehrkraft) gestattet (§ 14 Abs. 6, Satz 3 und 4 der 19. CoBeLVO) unter

Beachtung des Abstandsgebots, also 1,5 Metern, der Maskenpflicht, der Kontakterfassung.

b. Musikunterricht bei einer Sieben-Tage-Inzidenz, die an drei aufeinander folgenden Tagen in

Landkreisen oder kreisfreien Städten den Schwellenwert von 100 übersteigt, gilt am

übernächsten Tag:

Der Gruppenunterricht im Freien nach § 14 Abs. 6 Satz 3 der 19. CoBeLVO ist die

Gruppengröße auf höchstens fünf Kinder beschränkt.

Ansonsten gelten die Regelungen wie bei einer Inzidenz unter 100.

c. Musikunterricht bei einer Sieben-Tage-Inzidenz, die an drei aufeinander folgenden Tagen in

Landkreisen oder kreisfreien Städten den Schwellenwert von 165 übersteigt, gilt am

übernächsten Tag aufgrund des Vierten Gesetzes zum Schutz der Bevölkerung bei einer

epidemischen Lage von nationaler Tragweite (§28 b. Abs. 3 Ifsg):

Die Durchführung von Präsenzunterricht ist untersagt.

d. Die Abstandsgebote beim Unterricht nach a) und b) sind in Anlehnung an Punkt 2 dieses

Hygienekonzeptes anzuwenden. Diese Abstände dürfen nicht unterschritten werden.

 

4.1. Organisation des Unterrichts

a. Kontaktdaten aller Personen (Name, Vorname, Anschrift, Telefonnummer) sowie der

Zeitraum des Besuchs sind nach Einholen des Einverständnisses zur Ermöglichung einer

Kontaktpersonennachverfolgung zu dokumentieren und durch den Betreiber für den

Zeitraum von einem Monat, beginnend mit dem Tag des Besuchs, aufzubewahren und im

Anschluss unter Beachtung der DSGVO zu vernichten. Eine Verarbeitung der Daten zu

anderen Zwecken ist nicht zulässig.

b. Jedem Teilnehmenden wird ein fester Platz zugewiesen. Dieser Platz soll während des

Unterrichts nicht gewechselt werden.

c. Die Unterrichtseinheiten im Innenbereich sind von 60 auf 2 x 30 Minuten zu unterteilen, um

eine Durchlüftung durchzuführen, die sicherstellt, dass die Raumluft ausgetauscht wurde.

d. Gemeinsam genutzte Gegenstände müssen vor der Übergabe an eine weitere Person

desinfiziert werden.

e. Noten sollten vor dem Unterricht auf die entsprechenden Stühle oder in eventuell

vorhandene persönliche Ablagefächer gelegt werden.

f. Gespräche vor und nach dem Unterricht sollten möglichst im Freien oder bei offenen

Fenstern und Türen stattfinden.

 

4.2. Spezifische Hinweise zum Unterricht im Bereich der Elementaren Musikpädagogik

Das Abstandsgebot für Kinder im Vorschulalter sowie die Hygiene-Empfehlungen sind den

Leitlinien, Empfehlungen und Orientierungshilfen für den Betrieb in Kindertageseinrichtungen in

Rheinland-Pfalz zu entnehmen.